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Abguss-Sammlung der Archäologischen Instituts der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

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Collection
Category : Archaeology
Civilizations : Greece, Roman time
Access : Führungen
Description : Den Grundstock der Sammlung bildete die städtische Sammlung von Gipsabgüssen antiker Statuen aus dem Besitz des Städelschen Kunstinstitutes der Universität. Hans Schrader als erster Vertreter der Archäologie konnte erreichen, daß die Abgüsse in einem Oberlichtsaal des Hauptgebäudes der Universität untergebracht wurde. Universität und Stadt schrieben einen Etat zu deren Unterhalt und Vermehrung fest. In Schraders Konzept zum Ausbau der Sammlung zeigen sich deutlich die ästhetischen Maßstäbe seiner Archäologen-Generation: Der durch die Parthenonskulpturen erweckte und durch die Funde der großen Ausgrabungen des späten 19. Jhs. geförderte Sinn für `Originale? setzte sich seit Beginn des 20. Jhs. bei den klassischen Archäologen durch. Schrader, der selbst in Athen an der Veröffentlichung der archaischen Marmorplastik von der Akropolis mitwirkte, schaffte überwiegend Abgüsse von griechischen Originalen der Archaik, des Strengen Stils und der Hochklassik an. Seine lange Abwesenheit jedoch, führte dazu, daß die Sammlung in kurzer Zeit durch konkurrierende Interessen aus ihren Räumen gedrängt wurde. Die Universität reklamierte 1931 die Stellfläche der Abgüsse für sich und ordnete den Umzug in angemietete Räume der Unionsdruckerei an. Nachdem Ernst Langlotz 1933 die Nachfolge Schraders angetreten hatte, wurden zunächst die in der Universität verteilten Gipse in die Sammlung zurückgebracht. Dort ist dann eine der reichsten Abgußsammlungen Deutschlands bei dem schweren Bombardement 1944 zugrunde gegangen. Erhalten blieben lediglich Teile des Parthenonfrieses, die nachdem sie der Obhut des Archäologischen Instituts entzogen waren, durch mehrfache Übertünchung ihren archäologischen Wert inzwischen eingebüßt haben. Guido von Kaschnitz Weinberg hat sich nach dem Krieg für den Aufbau einer neuen Abgußsammlung eingesetzt. Seit 1956 hat Gerhard Kleiner die Sammlung insbesondere durch Beispiele archaisch-milesischer Plastik ergänzt. Unter der Obhut der Kustodin Dr. Ursula Mandel ist die Sammlung bis heute auf 200 Stücke angewachsen. Da das Institut seit den Kriegsjahren keinen Etat mehr zur Vermehrung einer Abgußsammlung zur Verfügung hat, sind es neben der Vereinigung von Freunden und Förderern der Universität vor allem private Spender, die diesen Zuwachs ermöglichen. Seit dem Umzug in das IG Farben-Gebäude 2001 sind die Abgüsse in einem großzügigen Skulpturensaal mit Oberlicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Creating year : ?
Restoration year : 1931
Modification year : 1956
Cast Number : 200
Bibliography : U. Mandel, Begegnungen: Frankfurt und die Antike (1994) S. 243 ff.
Institution
Abguss-Sammlung der Archäologischen Instituts der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
Grüneburgplatz 1
D 60054 FRANKFURT a.M.
Germany - Europe
Status : University collection

Phone : +49 69/798-22150
Website : web.uni-frankfurt.de/fb09/klassarch/Institut.html

Führungen in der Gipssammlung nach Anmeldung: Dr. Ursula Mandel, Archäologisches Institut, Grüneburgplatz 1, Zimmer 5.514
Contact
Dr. Matthias Recke, Kustos der Antikensammlung
+49 (69) 798 32301
Recke@em.uni-frankfurt.de